Die Aufgabe bestand darin, ein neues Wohnhaus  am Rande des Weilers Karnol oberhalb von Brixen zu planen. Hierfür mussten die Alte Mühle sowie ein Rohbau abgerissen werden. Da das Wohngebäude zudem so konzipiert sein sollte, dass in Zukunft ein zusätzlicher Stock für eine weitere Wohnung realisiert werden kann, musste auch der Bauleitplan abgeändert und ein Durchführungsplan erstellt werden.

Der Bauplatz befindet sich entlang der Straße nach St. Andrä in steilem Gelände unmittelbar neben einem kleinen Bach. Der Weiler Karnol zeichnet sich dadurch aus, dass er auch heute noch durchwegs aus Gebäuden besteht, welche in traditionellem Stil mit Satteldach errichtet wurden. Dementsprechend ist der Entwurf für das neue Wohngebäude so ausgerichtet, dass er mit dieser Tradition nicht bricht.

Wir waren uns mit den Bauherren, welche vom nahe gelegenen Holdererhof stammen, schnell einig, an diesem Ort in natürlicher Weise weiter bauen und das Erscheinungsbild nicht durch kontrastierende, modische Bauformen beeinträchtigen zu wollen – auch wenn dies einem Architekten nicht immer leicht fällt.

      

Für die Gestaltung der Fassaden wurden die Materialien Stein, Glas und Lärchenholz gewählt.

Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde das Wohnhaus in Holzbauweise errichtet, und zwar zum Großteil von den Bauherren selbst. Florian Bodner ist Inhaber eines aufsteigenden Zimmereibetriebes, Michael Bodner hingegen war als ausgebildeter Elektriker für die gesamte Elektroanlage zuständig.

Die talseitig angebauten Holzterrassen geben den Blick frei auf den Brixner Talkessel und das Karnoler Kirchlein, welches diesem Ort seine kuturhistorische Bedeutung und seinen besonderen flair verleiht.

Die Bauweise entspricht den gesetzlichen Mindestanforderungen in Sachen Wärmeschutz (Klimahaus B), das Dach ist so konzipiert, dass es bei Erweiterung des Wohnhauses mittels spezieller Hydraulikpressen angehoben werden kann.

     

 

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